Schloss Apotheke

Lexikon

Wissenswertes von A-Z

Arzneiformen / Bindehautreizung / Einnahmehinweise / Fußpilz / Insektenschutz / Impfvorsorge / Kopfschmerzen / Kräuterbäder / Ringelblumen / Sonnenschutz / Stress / Üppiges Essen / Zecken

Arzneiformen, Einnahme-Hinweise:

Augensalben Insuline Ohrentropfen Tees
Augentropfen Kapseln Perlingualtropfen Trans.Th.Sys TTS
Brausetabletten Klysmen Pulver-Inhal. Trinkampullen
Dosieraerosol Kräuterbäder Säfte Trockensäfte
Dragees Mundsalben Salben/Anal Tropfen
Gurgellösungen Nasensalben Salbenspray Vaginal.Prp/Ovul
Herz-Salben Nasentropfen Suppos./Zäpfch. Zerbeiß
Impfstoffe Ölbäder Tabletten

  • Arzneiformen zur vaginalen Anwendung

Beste Wirkung, wenn sie abends vor dem Schlafengehen verabreicht werden; Applikatoren sind bei Schwangerschaft kontraindiziert; das Tragen von Slipeinlagen wird empfohlen, da die Vaginalia nicht vollständig resorbiert werden; sind Vaginalkugeln, die der Empfängnisverhütung dienen, einmal geschmolzen, dann aber wieder erstarrt, so sind sie trotzdem unbrauchbar! Keine gleichzeitige Anwendung von Vaginalgleitgelen und kontrazeptiven Zäpfchen auf Paraffinbasis mit Kondomen!

  • Augensalben

Ein 1 cm langer Streifen wird im Bindehautsack abgelegt, danach blickt man mit geschlossenen Augen in verschiedene Richtungen, um die Salbe zu verteilen; Hydrophile Salben (Vidisic® Gel) haben ebenfalls nur eine Haltbarkeit von 4 Wochen nach Anbruch

  • Brausetabletten

Trocken lagern, immer dicht verschließen; die Sprudelwirkung wird oft durch NaHCO3 erreicht, daher bei Patienten mit natriumarmer Ernährung aufpassen (Bluthochdruck!)

  • Dosieraerosole (Sultanol® DA, Aarane® DA,...)

Gebrauchsanweisung! Ausatmen vorher ist wichtig; bei korticoidhaltigen DA vor dem Essen und/oder nach der Anwendung den Mund ausspülen (Pilzgefahr!); sogenannte Spacer vermindern das Risiko einer Pilzerkrankung und erleichtern die Handhabung; "Waschbeckentest"

  • Feste Peroralia (Tabletten, Kapseln, Retardtabletten ...)

Feste Peroralia immer in aufrechter Haltung einnehmen, damit sie nicht in der Speiseröhre liegen bleiben (bettlägerige Patienten!); Optimales Medium zum Schlucken ist Wasser, da z.B. Milch oder Säfte mit dem Arzneistoff in Wechselwirkung treten können; Einnahmezeiten der Tabletten beachten (Glucocorticoide, etc.); lichtempfindliche Tabletten (Nifedipin ð Adalat®, Furosemid ð Furosemid ratiopharm® 40) erst kurz vor der Einnahme dem Blister entnehmen; lichtempfindliche oder retardierte Arzneiformen dürfen nicht zerteilt werden (gilt auch für Kapseln!); homöopathische Tabletten oder Globuli lässt man im Mund zergehen.

  • Gurgellösungen (Hexoral®, Mallebrin® ...)

entweder schon gebrauchsfertig, zum Verdünnen oder als Tabletten zum Auflösen; Anwendung sollte mind. 1 Minute dauern

  • Impfstoffe und Sera

Unterschied zwischen Kühlkette (z.B. Lebendimpfstoffe) und kühler Lagerung (z.B. Tetanus- oder Grippeimpfstoffe); für alle gilt: nie ins Gefrierfach!!

  • Inhalationslösungen (Sultanol® Inhalationslösung)

Strenge Hygiene beachten, da sonst Gefahr von Bronchialinfektionen droht; Geräte nach Gebrauch gründlich reinigen; Lösungen nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren, Datum vermerken

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  • Insulinpräparate

Grundsätzlich kühl lagern (Lagerung bei 20 ° C verkürzt die Haltbarkeit auf 1-4 Monate!); nie in die Sonne oder ins Gefrierfach legen; Unterschied zwischen 40U- und 100U-Insulin!

  • Koronartherapeutische Salben (Isoket® Salbe, Cor-Vel® Truw ...)

Nitratsalben können auf jeder intakten Hautstelle aufgetragen werden, obwohl Patienten es bevorzugen sie in Herzgegend aufzutragen; nur dünn auftragen, nicht einmassieren

  • Makroklysmen (Practoclyss®)

Größe: 50-200 ml; körperwarm verabreichen; Suspensionen vorher schütteln!

  • Mikroklysmen (Babylax®, Microclist®)

Größe: 2-10 ml; nach dem Entleeren zusammengedrückt lassen und dann herausziehen, da sonst die Flüssigkeit zurückfließt

  • Mundsalben (Kamistad® Gel)

mehrmals tägl. in kleinen Mengen auf die Mundschleimhaut auftragen; Zahnprothesen sind vorher zu trocknen; Haftsalben enthalten Pulver, die erst im Mund durch den Speichel quellen

  • Nasensalben

Tief in die Nase einbringen und dann die Nase massieren; bei Nasensalben, die auch für Augen verwendet werden können (Bepanthen® Augen- und Nasensalbe) verbietet sich nach nasaler Anwendung die Weiterbehandlung am Auge von selbst!

  • Nasentropfen

Aus hygienischen Gründen sollten Nasalia nicht von mehreren Personen benutzt werden; bei Nasentropfen für Kleinkinder ist darauf zu achten, dass die Pipette zusammengedrückt aus der Nase gezogen wird, damit kein Nasensekret in die Flasche eingesaugt wird; Nasentropfen nicht überdosieren, um ein Angreifen der Nasenschleimhaut zu verhindern; maximale Dauer: 2 Wochen; der Wirkstoff kann einen Blutdruckanstieg verursachen!

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  • Ölbäder (Balneum® Hermal)

Vor der Anwendung Haut waschen; keine Seifen oder Badezusätze verwenden, da sonst die Wirkung des Ölbades aufgehoben wird; Badetemperatur: unter 36 ° C; Dauer: 20 min; die Haut wird durch abtupfen mit einem Handtuch getrocknet; in der Wanne verbleibt ein Film - Achtung Rutschgefahr! Ist keine Badewanne vorhanden kann das Ölbad auch direkt auf die nasse Haut aufgetragen werden, danach kurz abbrausen

  • Ohrentropfen (Otobacid®, Otalgan®)

Nur bei intaktem Trommelfell verwenden; vor Verwendung auf Körpertemperatur bringen (Hosentasche oder Hände); den Gehörgang nicht mit Watte verschließen (Bakterienbrutstätte!)

  • Ophthalmika

Eine Berührung der Abtropföffnung mit Gegenständen, Händen oder dem Auge ist wegen Verkeimungsgefahr zu vermeiden; Suspensions-AT (Terracortil®, Predni® Pos ...) sind vor Gebrauch zu schütteln; während und nach der Anwendung keine Kontaktlinsen! Ölige AT (Pilocarpol® 1%) beeinträchtigen die Sehfähigkeit; Trockenpräparate (Ecolicin®) müssen speziell zubereitet werden; für alle Ophthalmika gilt: in Mehrdosenbehältnissen sind sie nur 4 Wochen haltbar; Ausweg: Eindosenbehältnisse (=EDO's)

  • Perlingualtropfen und –sprays (Nitrolingual® Spray)

nicht vor dem Essen oder Trinken anwenden; Luft anhalten und dann unter die Zunge sprühen; sollen mind. 1-2 Minuten im Mund verbleiben; vor der Anwendung ein paar Mal in die Luft sprühen

  • Pulverinhalatoren (Aerodur®, Pulmicort® Turbohaler ...)

Dürfen nicht nass werden; durch den Inhalator darf nie ausgeatmet werden; (Gebrauchsanweisung! Ausatmen vorher ist wichtig)

  • Säfte

Es gilt: 1 TL = 5 ml, 1 Dessertlöffel = 10 ml, 1 EL = 15 ml; besser ist es, einen (sofern beigefügt) Messbecher zu verwenden

  • Salbensprays

Aerosol nicht einatmen; aus etwa 25 cm Abstand sprühen

  • Salben zur Anwendung im Analbereich (Posterisan® forte Salbe, Mastu® S Salbe)

Applikatorrohr oder Analdehner sorgen für eine bessere Verteilung der Salbe im Wirkungsbereich

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  • Suppositorien

Sollten zwischen 20 und 25 ° C gelagert werden; Sonderform: Haemotamp-Zäpfchen (DoloPosterine®) mit Mulleinlage; Anwendung morgens nach (!) dem Stuhlgang oder abends vor dem Schlafengehen; Zäpfchen nie aus der Packung drücken, sondern Verpackungsfolie abziehen

  • Teepräparat

vor Licht und Wärme schützen; Instanttees (enthalten Zucker !!) dicht verschließen, da sie hygroskopisch sind; Wurzeldrogen werden kalt angesetzt und dann 5-10 min gekocht; Blätter-, Blüten- und Krautdrogen werden mit kochendem Wasser übergossen und dann 5-15 min ziehen lassen; es gibt auch Kaltauszüge (z.B. Bärentraubenblätter, Mistelkraut), da sonst unerwünschte Bestandteile in den Auszug gelangen würden; Kaltauszüge sind immer frisch (kaltes Wasser, 1-2 h ziehen lassen) herzustellen (Verkeimungsgefahr)

  • Transdermale Therapeutische Systeme (TTS) (Estraderm® TTS 25, Nicotinell® TTS 10 ...)

TTS geben ihren Wirkstoff kontinuierlich über längere Zeit ab; Pflaster müssen einwandfrei und unzerschnitten sein; Hautstelle sollte sauber, glatt, fettfrei, gesund und möglichst unbehaart sein; nach Gebrauch enthalten die Pflaster noch 25-95% Wirkstoff, daher Vorsicht bei Kindern; Gebrauchsanweisung beachten (Auftragungsort, Pflasterwechsel)

  • Trinkampullen

nur zur peroralen Anwendung; an Sollbruchstelle beherzt abknicken

  • Trockensuspensionen (Penicillin V Ratio® TS,...)

auch "Trockensäfte" genannt; erst kurz vor der Anwendung herstellen; mit kaltem Wasser auffüllen bis zur Markierung (Schaum zählt nicht dazu!) und gut schütteln, eventuell nochmals Wasser nachgießen; vor jeder Entnahme schütteln; kühl lagern und Haltbarkeit beachten

  • Tropfen

Unterschied Randtropfer oder Zentraltropfer (unterschiedliche Tropfhaltung!); beim Austausch wirkstoffgleicher Präparate auf evtl. Dosierungsunterschiede achten; bei Sehbehinderung: Joghurtbecher; lichtempfindliche flüssige Peroralia im Karton aufbewahren

  • Zerbeißkapseln (Corangin® Nitrokapseln)

Weichgelatinekapseln zum Zerbeißen; Flüssigkeit nicht schlucken; ansonsten gilt das Gleiche wie für die Perlingualtropfen/Sprays; die Kapsel wird nach Gebrauch wieder ausgespuckt.

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